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Neu ab dem Schuljahr 2008/2009:
Neue Schule beim Mädchenwerk Zwiesel. Das Mädchenwerk weitet ab dem kommenden Schuljahr sein Angebot aus: Eine Berufsfachschule für Altenpflegehilfe wird dann das Spektrum im Berufsbildungszentrum für soziale Berufe ergänzen. Neben Fachakademie für Sozialpädagogik und den Berufsfachschulen für Kinderpflege bzw. Altenpflege wird das die vierte Schule unter dem Dach des Mädchenwerks an der Theresienthaler Straße. Was die Verantwortlichen zu der Gründung bewogen hat und was Interessierte an der neuen, einjährigen Schule erwartet, darüber hat sich der Bayerwald-Bote mit Mädchenwerk-Geschäftsführer Johann Forster und Schulleiter Oskar Heindl unterhalten. Herr Forster, Herr Heindl, die räumlichen Verhältnisse im Berufsbildungszentrum sind beengt, finanziell muss man sich ohnehin nach der Decke strecken ? wieso dann noch eine neue Schule? Heindl: Wir bekommen seit Jahren immer wieder Anfragen nach einer Altenpflegehilfe-Ausbildung, diese Leute mussten wir bisher immer an die Nachbarschulen in Grafenau, Bad Kötzting oder Plattling verweisen. Heuer hat es ungewöhnlich viele Nachfragen gegeben. War die Zulassung der neuen Schule schwierig? Forster: Da hat es keine Probleme gegeben. Wir konnten nachweisen, dass die räumlichen und personellen Voraussetzungen erfüllt sind. Am 9. Juni ist die schulaufsichtliche Genehmigung durch die Regierung von Niederbayern erteilt worden. Wer kann die Berufsfachschule für Altenpflegehilfe besuchen? Und haben Sie schon konkrete Anfragen? Heindl: Wir haben ohne Werbung schon zehn Bewerbungen und sind zuversichtlich, dass es noch mehr werden. Die Zugangsvoraussetzungen sind: Hauptschulabschluss, Mindestalter 17 Jahre und keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Wie kann man sich die Ausbildung vorstellen? Wo können die Absolventen eingesetzt werden? Braucht man für die neue Schule auch neue Lehrer? Und reicht überhaupt der Platz? Heindl: Durch einige Umschichtungen und stärkeren Einsatz der Teilzeitkräfte schaffen wir es mit dem vorhandenen Personal. Ist es schwierig, Praktikumsplätze für die neuen Schüler zu finden? Heindl: Nein, diese Praktikanten müssen nicht bezahlt werden, da hatten wir im Nu die nötigen Zusagen. Startet die Schule auch, wenn Sie die Mindestschülerzahl 16 nicht erreichen? Forster: Wir beginnen auch mit weniger als 16 Schülern, denn in den ersten beiden Jahren erhalten wir sowieso keinen Betriebszuschuss. Wir haben aber unsere Hauptzuschussgeber bereits informiert, die Zuschussan-träge sind in Bearbeitung. Auch bei einer Stiftung haben wir eine Förderung beantragt und sind zuversichtlich, etwas zu bekommen. Das Gespräch führte Rainer Schlenz. Artikel aus dem Bayerwald-Boten (Passauer Neue Presse) vom 28.6.2008 |


