Mädchenwerk Zwiesel e.V

Kooperatinstreffen der neuen Pflegeausbildung

Ein Treffen der Kooperationspartner der neuen Pflegeausbildung im BBZ  Zwiesel erneuert das Bewusstsein, dass die Pflegeschüler in den Einrichtungen des Arberlandes gemeinsam ausgebildet werden und startet dazu eine Arbeitsgruppe

Bereits der 2. Ausbildungsjahrgang der Pflegefachfrauen und -männer wurde mit 2 Klassen im BBZ Zwiesel begonnen. In dieser Ausbildung wird eine Auszubildende, ein Auszubildender grundsätzlich für alle Arbeitsbereiche in der Pflege ausgebildet. Man  durchläuft während seiner Ausbildung Einsätze in der Akutpflege im Krankenhaus, in der ambulanten Pflege, in der stationären Altenpflege, in der Pädiatrie, also der Bereich der Kinderkrankenpflege, und in der Psychiatrie. Diese Einsätze wurden und werden derzeit von der Berufsfachschule für Pflege in Zwiesel koordiniert. Diese Organisationstruktur ist der Schule nicht neu, denn die generalistische Pflegeausbildung wurde  mehr als 10 Jahre als Schulversuch angeboten. Bei diesem Treffen wollte man an die guten Erfahrungen und Strukturen der letzten 10 Jahre  anknüpfen und die strukturellen Veränderungen in die neue Ausbildung integrieren. Durch die Pandemie war dieses Treffen immer wieder verschoben worden und so waren alle froh, dass man sich endlich wieder miteinander direkt austauschen konnte.
Die langjährigen Kooperationspartner zeigten großes Interesse an der weiteren Zusammenarbeit und viele kamen sogar mit mehreren Vertretern.

Die neue Ausbildung betont besonders die Ausbildungsverantwortung der einzelnen Einrichtungen. Hier gilt es, sich bei vielen Ausbildungsinhalten auszutauschen und ein Konzept zu entwickeln, das die Gegebenheiten der Region berücksichtigt. Die neue Ausbildung setzt klare Vorgaben bei der praktischen Anleitung in der jeweiligen Einrichtung. Gerade kleinere Einrichtungen der ambulanten Pflege stehen hier jedoch häufig vor großen personellen Herausforderungen.

Der Wusch aller Kooperationspartner besteht darin, trotz auch bestehender Konkurrenz, gemeinsam die entsprechenden Ausbildungs- und Fremdeinsatzplätze zur Verfügung zu stellen und hier hohe Qualitätsstandards zu setzen. Hierfür  braucht es stabile Rahmenbedingungen, die einen reibungslosen Ablauf der Ausbildung sicherstellen und die Planungssicherheit geben. Ebenfalls sollen die bestehenden Kooperationsverträge in ein praktikableres System übergeführt werden.

Natalie Walter, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion plus, stellte zunächst mögliche Strukturen vor, wie etwa die Konzepte des Gesundheitsministeriums. In einer lebhaften Diskussion wurde anschließend zusammengetragen, was bereits durch die langjährigen Erfahrungen sehr gut gelingt und wo die neue Ausbildungsform noch Fragen offen hält. Daraus ergaben sich  Perspektiven, für welche Themenbereiche die Gruppe nun Anpassungen vornehmen sollte.

Die Kooperationspartner legten  Zielen und Entscheidungsstrukturen fest, für die eine kleine Arbeitsgruppe Schritt für Schritt  praktikable Lösungen finden soll. Aus allen Bereichen der Pflege wurden Vertreter in die Arbeitsgruppe berufen. Die Arbeitsgruppe wird im Rahmen der Gesundheitsregion plus durch Frau Walter vertreten. Die Schulleiterin Andrea Feitz vom BBZ Zwiesel wird die Gruppe leiten. Alle Kooperationspartner werden sich in größeren Abständen immer treffen, um die Ergebnisse der Arbeitsgruppe abschließend abzustimmen. Am Ende des Treffens waren die Teilnehmer sehr zufrieden mit den Ergebnissen und dem weiteren Vorgehen.

Andrea Feitz
BBZ-Schulleiterin